WordPress Cache leeren – die todsichere Anleitung
Erstmalig erschienen: 29.03.20

Um deinen Besuchern ein schnell ladende Seite zu präsentieren, ist Caching ein Muss!

In vielen Fällen ist es jedoch erforderlich, diesen WordPress Cache zu leeren, um die Funktionalität deiner Website aufrechtzuerhalten.

WordPress Cache leeren?

Was sich nach komplexem Fachjargon anhört, ist eine deutlich einfachere aber umso effektivere Maßnahme, um deine Website am Laufen zu halten.

Ich zeige dir in diesem Beitrag des WordPress Handbuchs Schritt für Schritt, wie es geht.

Mit und ohne Plugin.

Auf geht’s!

Bevor wir mit den eigentlichen praktischen Umsetzung beginnen, zunächst eine kurze Erklärung für Einsteiger…

Was versteht man eigentlich unter Caching?

Ruft ein Besucher deine Website auf, arbeiten im Hintergrund zahlreiche verschiedene Prozesse, die letztendlich dafür verantwortlich sind, deine Seite so zu laden, wie du sie programmiert hast. Die Datenbank deiner Seite wird abgefragt, deine Bilder, Schriftarten und CSS-Styles werden geladen und vieles, vieles mehr.

Heißt im Umkehrschluss: Bevor deine Besucher die fertig geladen Seite durchstöbern kann, muss zunächst eine ganze Menge passieren.

Und genau hier kommt der WordPress Cache ins Spiel.

Durch Caching wird deinem Besucher nicht die dynamische Version deiner Website gezeigt (die Seite, die jedes Mal aufs Neue alle Daten lädt), sondern vielmehr ein Abbild dieser, das bereits zuvor erstellt wurde.

Dadurch kann deinem Besucher die fertig geladene Seite deutlich schneller zur Verfügung gestellt werden.

Genial, oder nicht?

Zur Klarstellung, wie wichtig Caching ist, hier die Ladezeit der SEBO Content Startseite.

Einmal mit aktiviertem Caching…

Caching kann die Ladezeit deiner Website extrem beschleunigen.

…und einmal ohne Caching.

Ohne Caching Plugin ist die Website extrem langsam.

Erschreckend, oder nicht?

Der Einfluss eines Caches auf die Performance deiner Website ist enorm!

Kommen wir nun zur nächsten Frage, die dir mit Sicherheit bereits im Kopf umherschwirrt.

2. Warum muss der Cache geleert werden?

Es gibt verschiedene Situationen, die dich dazu zwingen, den WordPress Cache zu leeren.

Ein kleines Beispiel…

Jeder, der schon einmal in WordPress gearbeitet und ein Caching Plugin in Verwendung hat, wird wissen, dass Änderungen am Design der Website nicht immer sofort angezeigt werden.

Der Grund ist logisch: WordPress spielt die gecachte Version deiner Seite aus, in der die Änderungen bislang nicht berücksichtigt wurden.

Erst ein Leeren des WordPress Caches bringt die Änderungen zum Vorschein.

Auch nach dem Installieren oder entfernen von Plugins oder WordPress Updates ist ein Leeren des Caches zwingend erforderlich.

Nutzer des Caching Plugins WP Rocket* werden mit dieser Mitteilung bestens vertraut sein…

Aufforderung zum WordPress Cache leeren durch das Plugin WP Rocket.

Also: Den WordPress Cache zu leeren ist hin und wieder ein Thema, mit dem du dich zwangsläufig auseinandersetzen musst.

Aber keine Panik!

Es gibt sehr einfach und schnell Lösungen.

Mit und ihne Plugin.

Beide Möglichkeiten möchte ich dir jetzt Schritt für Schritt vorstellen.

3. WordPress Cache leeren mit Plugin

Der einfache und komfortable Weg ist das WordPress Cache Leeren mithilfe eines Plugins.

Hierfür stehen dir sowohl kostenpflichtige Premium Lösungen wie auch kostenlose Plugins zur Verfügung

W3 Total Cache

W3 Total Cache ist die kostenlose Caching-Plugin-Variante, die hervorragende Arbeit leistet.

W3 Total Cache ist ein kostenloses Caching Plugin für WordPress.

Über 1 Million aktive Installationen sprechen für sich.

Das Plugin tut das, was es soll in einer effektiven und ressourcenschonenden Weise: Den WordPress Cache leeren.

Sobald das Plugin installiert wurde, erscheint ein neuer Eintrag mit dem Titel Performance in deiner oberen Menüleiste.

Das Menü von W3 Total Cache ist simpel und clean.

Bereits jetzt könntest du mit einem Klick auf Purge all Caches deinen WordPress Cache leeren.

Einfacher geht es kaum!

Dennoch solltest du nach der Installation von W3 Total Cache zunächst einen anderen, wichtigen Schritt ausführen: Du musst das Caching deiner Website zunächst aktivieren.

Diese geschieht in den Einstellungen des Plugins relativ simpel durch das Setzen eines Häkchens.

Über das Menü aktivierst du das Caching in W3 Total Cache.

Die weiteren Einstellungen möchte ich an dieser Stelle nicht weiter unter die Lupe nehmen.

Das würde den Umfang dieses Beitrags sprengen.

W3 Total Cache bietet dir nämlich zahlreiche weitere Möglichkeiten, die Ladezeit deiner Seite zu verbessern.

⚠️Achtung: W3 Total Cache bietet dir mittlerweile sehr aufdringlich den Kauf einer Premium-Version mit erweitertem Funktionsumfang an. Hiervon würde ich dir jedoch abraten. Wenn du dich tatsächlich für ein Premium Caching Plugin entscheidest, kann ich dir ein besseres empfehlen. Dazu im nächsten Kapitel mehr.

WP Rocket

Wer ernsthaft mit dem Gedanken spielt, ein Premium Caching Plugin zu erwerben, der kommt um WP Rocket* nicht herum.

Das Plugin ist die Lösung schlechthin, um der Ladezeit deiner Website einen Boost zu verpassen.

Hier ein kurzes Screenshot der zeigt, was mit WP Rocket* möglich ist…

Mit WP Rocket lässt sich der Wert von 100 bei Google Pagespeed Insights problemlos erreichen.
Ladezeit-Webgo

Anders als bei W3 Total Cache wird das Caching nach der Installation von WP Rocket* sofort aktiviert.

Das Einzige, was du jetzt noch tun kannst, ist es, die Einstellungen des Plugins zu verfeinern.

WP Rocket bietet zahlreiche Caching-Einstellungen

Wie du siehst, bietet dir WP Rocket* sogar die Möglichkeit, den Cache automatisch nach einer von dir festgelegten Zeitdauer regelmäßig zu leeren.

Selbstverständlich ist es über die Menüleiste auch möglich, den WordPress Cache manuell zu leeren.

Mit WP Rocket kannst du den Cache manuell leeren.

Kommen wir nun zum kleinen Haar in der Suppe.

Zugegeben, mit einem Preis von 49 $ pro Jahr ist das Plugin nicht gerade billig. Der Funktionsumfang und der Erfolg sind dafür umso gigantischer.

Ich nutze dieses Plugin seit vielen Jahren und kann es dir wärmstens empfehlen.

4. WordPress Cache leeren ohne Plugin

Wer beim Leeren des WordPress Caches ganz auf ein Plugin verzichten möchte, kann diesen Arbeitsschritt selbstverständlich auch in Eigenregie ausführen.

Hierzu wird lediglich ein FTP-Client, wie beispielsweise FileZilla, benötigt, der dir einen Zugriff auf deinen Webspace ermöglicht.

Dort navigierst du zu wordPress > wp-content > cache und löschst den gesamten Inhalt dieses Ordners.

Das könnte bei dir ungefähr so aussehen…

Der Cache kann auch manuell mittels FTP gelöscht werden.

Je länger du deinen Cache nicht geleert hast, desto größer der Dateiumfang.

Eigentlich logisch, oder?

⚠️ Achtung: Bitte lösche niemals den gesamten Ordener „Cache“, sondern wirklich nur den darin befindlichen Inhalt!

Zum Abschluss eine weitere und letzte Möglichkeit, um den WordPress Cache zu leeren.

Für alle, die es gerne noch einfacher habe.

Sofern dein Hoster dir Zugriff über SSH ermöglicht, kannst du den WordPress Cache auch auf diese Weise leeren.

Nutze hierfür einfach den nachfolgenden Befehl:

# Flush cache.
$ wp cache flush
Success: The cache was flushed.

Das war’s!

Der WordPress Cache ist geleert.

⚠️ Hinweis: In diesem Beitrag befinden sich Affiliate Links. Diese sind mit einem * gekennzeichnet. Solltest du das empfohlene Produkt über diesen Link kaufen, erhalte ich eine Provision. Für dich ändert sich jedoch nichts. Das Produkt wird also nicht teurer.

Fragen? Dann stell sie doch gleich hier…

1 Kommentar

  1. Super für mich als Laien beschrieben. Nachdem ich mich nun einmal mit unserer Website beschäftigt habe, habe ich festgestellt, dass trotz importierter oder gelöschter Objekte in der Datenbank per XML weiterhin in der Ergebnisliste die alten oder falschen Objekte auftauchen. Wenn man dann auf das Objekt klickt, öffnet sich eine Seite die aussagt, dass man das Objekt nicht mehr findet. Ich verstehe nicht, wieso das nach Aktualisierung des Objektes es in der Liste trotzdem noch falsch steht. Die Lösung kann doch kostenneutral nicht nur das manuelle Löschen sein.

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