WordPress Sitemap erstellen: Die mega einfache Anleitung
Erstmalig erschienen: 07.04.20

Eine Sitemap hilft Google, den Inhalt deines WordPress Blogs einfach und schnell zu indexieren.

Ein Muss also, für wirklich jeden!

Wie du schnell und einfach eine WordPress Sitemap erstellen kannst, welche verschiedenen Variationen es gibt und wo sogar Risiken und Gefahren lauern erfährst du in diesem Beitrag.

Lass uns keine Zeit verlieren!

Eine WordPress Sitemap ist eine strukturierte Darstellung aller Seiten, Beiträge, Kategorien und unter Umständen auch Medien, die dein Blog enthält.

Eine WordPress XML Sitemap enthält alle wesentlichen Teile des Inhalts deiner Website

Unterschieden wird hierbei zwischen zwei Varianten:

  1. XML-Sitemap: Die Abkürzung XML steht für Extensible Markup Language, mit deren Hilfe die hierarchische Struktur deines Blogs in Textdateiformat bereitgestellt wird, um es Google und Co. einfach zu machen, den gesamten Inhalt zu erfassen. Eine XML-Sitemap ist demnach für deine Besucher auf den ersten Blick nicht sichtbar.
  2. HTML-Sitemap: Eine HTML-Sitemap dient in erster Linie als Navigationshilfe für deine Besucher. Diese Art der Sitemap wird also offen durch anklickbare Links auf deiner Website angezeigt. Oftmals passiert dies im Footer, alternativ könntest du auch eine eigenständige Seite erstellen.

Beide Sitemaps haben ihre Vor- und Nachteile.

In diesem Beitrag beschäftigen wir uns jedoch überwiegend mit der XML-Sitemap, da ich diese als deutlich essenzieller für einen Blog halte als die HTML-Sitemap.

1.1 Die Vorteile einer Sitemap

Eingangs habe ich die These aufgestellt, dass eine Sitemap ein absolutes Muss für jeden Blog ist.

Nun folgt die Erklärung.

Eine XML Sitemap macht es Suchmaschinen Crawlern besonders einfach, den gesamten Inhalt deines Blogs zu erfassen und zu indexieren (also innerhalb der Suchergebnisse darzustellen).

Grundsätzlich wird der Crawler von Google und Co. automatisch hin und wieder auf deinem Blog vorbeischauen und neue oder noch nicht bekannte Seiten zum Suchmaschinen-Index hinzufügen.

Problematisch wird es jedoch bei Seiten, auf die eines der folgenden drei Szenarien zutrifft:

  • Eine Seite ist nicht über interne Verlinkungen erreichbar
  • Eine Seite ist nicht durch Backlinks erreichbar
  • Die Seitenstruktur deines Blogs ist fehlerhaft

Genau hier springt die XML-Sitemap in die Bresche und liefert dem Crawler eine übersichtliche Darstellung deines Blogs.

⚠️  Achtung: Trotz XML-Sitemap kann es sein, dass nicht alle Seiten deines Blogs automatisch indexiert werden. Crawler sind launische Wesen. Es kann also vorkommen, dass du einzelne Beiträge manuell über die Search Console eintragen musst.

1.2 Was nicht in eine Sitemap gehört

Grundsätzlich sollten alle Seiten und Unterseiten in einer WordPress Sitemap erfasst werden. Sogar die Kategorien deines Blogs und die dort verwendeten Medien sollten dort aufgenommen werden.

Nicht hinein gehören hingegen Impressum, Datenschutz oder AGB, die du über die Funktion NoIndex mit vielen gängigen SEO-Tools ausschließen kannst.

Übrigens: Auch Schlagwort-Archive sollten nicht in einer WordPress Sitemap auftauchen.

1.3 Risiken und Gefahren

Eine XML Sitemap bietet nicht nur Vorteile, sondern auch einen kleinen Nachteil.

Deine Sitemap ist öffentlich einzusehen. Nicht nur für Suchmaschinen-Crawler, sondern auch für jeden deiner Besucher.

Zwar wirst du die Adresse deiner Sitemap nicht öffentlich preisgeben, dieses ist jedoch nicht schwer herauszufinden, da Plugins eine Standard-URL verwenden, die bei jeder Website identisch ist.

Die Adresse einer XML Sitemap ist in der Regel standartisiert

Veröffentlichst du nun Seiten oder Beiträge, die du nur einem ausgewählten Leserkreis präsentieren möchtest, tauchen deren URL, ebenfalls in der Sitemap auf.

Auf Umwegen sind diese also öffentlich einsehbar.

Wenn du eine XML Sitemap nutzt, musst du also zwingend darauf achten, diese „geheimen Seiten und Beiträge“ auf NoIndex zu setzen. Nur so kannst du verhindern, dass diese ebenfalls in die Sitemap aufgenommen werden.

2. WordPress Sitemap erstellen

Eine WordPress Sitemap zu erstellen ist wirklich kein Hexenwerk und im Handumdrehen umgesetzt.

Entweder hilft dir hierbei ein Plugin oder du erstellst deine Sitemap komplett in Eigenregie.

2.1 Sitemap mit Plugin generieren

Die Suche nach einem Sitemap Plugin für WordPress führt dich zu einer Fülle an Ergebnissen.

Die einfachste Variante ist es, die Sitemap direkt über das SEO Plugin erstellen zu lassen, das du auf deinem Blog im Einsatz hast. Die meisten werden Yoast nutzen, ich selbst habe vor einigen Wochen auf Rank Math umgestellt und bin von diesem Plugin wirklich begeistert.

Daher möchte ich dir zeigen, wie du mithilfe dieser beiden Plugin eine XML Sitemap erstellst.

Zum Abschluss gibt es noch spezielles Sitemap Plugin, falls du weder Yoast, noch Rank Math im Einsatz hast.

Yoast XML Sitemap erstellen

Yoast ist mit über 5 Millionen aktiven Installationen der Klassiker unter den SEO Plugins.

Auch eine XML Sitemap lässt sich mit Yoast sehr einfach erstellen.

Standardmäßig ist die Erstellung einer Sitemap sogar vorinstalliert, sodass du grundsätzlich lediglich das Plugin installieren und aktivieren musst.

Im Anschluss sollte unter Yoast > Allgemein > Funktionen der Regler bei XML-Sitemap auf „An“ stehen.

Mithilfe von Yoast erstellst du in nur wenigen Sekunden eine Sitemap in WordPress.

Die Sitemap findest du im Anschluss unter der Adresse deinedomain.de/sitemap_index.xml.

Eine Sitemap von Yoast ist übersichtlich und enthält alle wichtigen Inhalte.

Die Sitemap mit Rank Math erstellen

Das zweite SEO Plugin, das ich dir wärmsten empfehlen kann ist Rank Math. Auch hier läuft die Erstellung der Sitmap ähnlich simpel.

Allerdings bietet dir Rank Math deutlich mehr Einstellungsmöglichkeiten als Yoast.

Auch Rank Math erstellt sofort nach Aktivierung eine Sitemap, die sogar unter der gleichen Adress zu finden ist wie bei Yoast.

Unter Rank Math > Sitemap-Einstellungen > Allgemein erwarten dich jedoch zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten.

WordPress Sitemap erstellen: Mit Rank Math kein Problem!
  1. Bilder in Sitemaps: Auf jeden Fall aktivieren! Die Google Bilder Suche wird millionenfach pro Tag genutzt. Deine Bilder sollten also auf jeden Fall indexiert werden.
  2. Beiträge und Begriffe ausschließen: Sofern du einzelne Beiträge manuell aus der Sitemap ausschließen möchtest, kannst du das hier tun. Alternativ wäre auch Noindex direkt im Blogbeitrag mit Rank Math möglich.
  3. Beitragsarten: Hier kannst du auswählen, ob Beiträge, Seiten und Medien in einer jeweils eigenständigen Untergruppe erfasst werden sollen. Ich habe hier dreimal „Ja“ gewählt.
  4. Taxonomie: Wenn du auch Kategorien und Schlagwörter in deine Sitemap aufnehmen möchtest, kannst du das hier tun. Kategorien habe ich aufgenommen, Schlagwörter nicht.

Rank Math ist wirklich ein sensationelles Plugin, das dich auch hervorragend dabei unterstützt, eine WordPress Sitemap zu erstellen.

3. Google XML Sitemaps Plugin

Ebenfalls sehr beliebt und perfekt geeignet für alle, die kein SEO Plugin verwenden: Google XML Sitemaps.

Mithilfe des Google XML Sitemap Plugins lassen sich tolle WordPress Sitemaps erstellen.

Über 2 Millionen Nutzer vertrauen auf diese simple Methode, eine XML Sitemap zu erstellen.

Auch hier gilt: Direkt nach der Installation ist die Sitemap erstellt.

Diesmal allerdings unter einer anderen Adresse: deinedomain.de/sitemap.xml.

das Google XML Sitemap Plugin erstellt eine umfassende Sitemap

Das Highlight an diesem Plugin ist die Ping-Funktion. Google und Co. werden automatisch über neu Inhalte informiert. Du musst neu erstellte oder bearbeitete Seiten also nicht manuell über die Google Search Console einreichen.

Das XML Sitemaps Plugin verständigt Google automatisch bzgl. neuen Inhalten.

Auch Google XML Sitemaps bietet dir übrigens die Möglichkeit genau festzulegen, wie der Inhalt deiner Sitemap aussehen soll.

Beim Google XML Sitemap Plugin legst du genau fest, welche Inhalte in deiner Sitemap aufgenommen werden.

2.2 Sitemap ohne Plugin erstellen

Wer komplett auf ein Plugin bei der Erstellung einer XML-Sitemap verzichten möchte, der kann auch mittels eines einfachen Codes, der innerhalb der functions.php des Themes eingefügt wird, eine Sitemap erzeugen.

Ein Dank geht an dieser Stelle an Christian von FastWP, der den Code zur Verfügung gestellt hat.

add_action("publish_post", "create_sitemap"); add_action("publish_page", "create_sitemap"); function create_sitemap() { $postsForSitemap = get_posts( array( 'numberposts' => -1, 'orderby' => 'modified', 'post_type' => array( 'post', 'page' ), 'order' => 'DESC' ) ); $sitemap = '<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>'; $sitemap .= "\n" . '<urlset xmlns="http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9">' . "\n"; foreach( $postsForSitemap as $post ) { setup_postdata( $post ); $postdate = explode( " ", $post->post_modified ); $sitemap .= "\t" . '<url>' . "\n" . "\t\t" . '<loc>' . get_permalink( $post->ID ) . '</loc>' . "\n\t\t" . '<lastmod>' . $postdate[0] . '</lastmod>' . "\n\t\t" . '<changefreq>monthly</changefreq>' . "\n\t" . '</url>' . "\n"; } $sitemap .= '</urlset>'; $fp = fopen( ABSPATH . "sitemap.xml", 'w' ); fwrite( $fp, $sitemap ); fclose( $fp ); }

Hier genügt ein einfaches Copy & Paste und schon habt ihr eine WordPress XML Sitemap erstellt.

Und zwar völlig ressourcenschonend ohne Plugin!

3. Sitemap bei Google und Co. einreichen

Nachdem du deine Sitemap erstellt hast, musst du diese selbstverständlich auch noch bei den gewünschten Suchmaschinen einreichen.

Ich selbst muss zugeben, dass ich Bing oder andere Konkurrenten völlig außer Acht lasse und mich zu 100 % auf Google konzentriere.

Hier erfolgt das Einreichen der Sitemap relativ simpel über die Search Console unter dem Menüpunkt „Sitemaps“.

Eine Sitemap reichst du direkt über die Google Search Console ein.

Gib dort einfach die URL ein, unter der das Plugin deiner Wahl oder auch du selbst die XML Sitemap erstellt hast.

Die Erfolgskontrolle erfolgt später auch hier.

Sofern du alles richtig gemacht hast, sollte in der Spalte Status die Meldung „Erfolgreich“ erscheinen.

Außerdem findest du unter Abdeckung, wie viele Seiten Google bereits erfolgreich indexiert hat.

4. Häufig gestellte Fragen

Wie kann ich meine WordPress Sitemap anzeigen?

Deine Sitemap ist unter einer öffentlich zugänglichen URL abrufbar.

Bei Plugins wie Yoast oder Rank Math wäre das www.deinedomain.de/sitemap_index.xml, bei dem Plugin Google XML Sitemaps wird diese unter www.deinedomain.de/sitemap.xml erstellt.

Ist eine XML- oder eine HTML-Sitemap besser?

Beide Sitemaps erfüllen einen unterschiedlichen Zweck, aus diesem Grund kann die Frage nicht so einfach beantwortet werden. Eine XML-Sitemap dient ausschließlich den Suchmaschinen-Crawlern und hilft Google und Co., den Inhalt deiner Website besser und schneller zu erfassen. Eine XML Sitemap ist also für jeden Blog ein absolutes Muss.

Eine HTML-Sitemap dient der Orientierung deiner Leser. Ob du diese wirklich benötigst, hängt stark von der Größe deines Blogs ab. Kleinere Seiten können sicherlich darauf verzichten.

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