Anleitung: WordPress Theme löschen und Risiken vermeiden
Erstmalig erschienen: 28.03.20

Immer wieder wird es vorkommen, dass in deinem WordPress Dashboard mehrere WordPress Themes zu finden sind.

Insbesondere nach der Installation von WordPress, aber auch wenn du dich für den Wechsel zu einem anderen Theme entscheidest, wird das der Fall sein.

Egal, welches Szenario bei dir aktuell gegeben ist: Alte und nicht benutzte WordPress Themes gehören gelöscht!

Diese stellen nämlich unter Umständen sogar eine erhebliche Gefahr für deine Website dar.

Aus diesem Grund zeige ich dir in diesem Kapitel des WordPress Handbuchs, wie du ein WordPress Themen löschen kannst und warum du dies auch unbedingt tun solltest, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Ich bin mir sicher, dass auf zahlreichen WordPress Installationen nach wie vor Themes zu finden sind, die seit vielen Monaten oder sogar Jahren nicht mehr benötigt werden.

Dabei ist es extrem wichtig, ein WordPress Theme zu löschen, das du nicht mehr nutzt.

Hier sind die Gründe:

1. Sicherheit

Unglaublich aber wahr: Hacker nutzen inaktive WordPress Themes, um sich Zugang zu deiner Website zu verschaffen.

Somit stellen diese ein erhebliches Sicherheitsrisiko (mehr zum Thema WP Sicherheit gibt’s hier) dar und gehören auf jeden Fall entfernt!

2. Updates

Themes verlangen nach regelmäßigen Updates.

Mit diesen Updates werden nicht nur neue Funktionen installiert, sondern auch entdeckte Sicherheitslücken geschlossen.

WordPress Themes müssen regelmäßig aktualisiert werden, um Sicherheitslücken zu schließen.

Generell wirst du dazu neigen, diese Updates zu überspringen.

Schließlich handelt es sich ja um ein inaktives Theme, oder nicht?

So machst es du Hackern allerdings noch einfacher, sich Zugang zu deiner Website zu verschaffen.

3. Speicherplatz

Zugegeben, im heutigen GB-Zeitalter ein eher geringes Problem, dennoch möchte ich es ansprechen: Themes kosten natürlich Speicherplatz.

Je voller dein Webspace wird, desto langsamer wird auch deine Website.

Folglich können inaktive Themes nicht nur unnötig Speicherplatz belagern, sondern auch die Geschwindigkeit deiner Seite negativ beeinflussen.

Aber wie gesagt, ein eher geringes Problem.

2. WordPress Theme löschen: So geht’s

Das Löschen eines WordPress Themes ist relativ simpel und erfolgt direkt im WordPress Dashboard.

Zwar könnte man theoretisch das Theme auch über FTP löschen, allerdings stellt sich hier die Frage: Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?

3 Schritt sind notwendig, um ein WordPress Theme zu löschen:

Schritt 1: Navigiere zur Theme-Übersicht unter Design > Themes.

Unter Design>Themes findest du alle installierten WordPress Themes.

Schritt 2: Wähle das Theme aus, das du löschen möchtest aus und starte den Löschvorgang.

WordPress Theme löschen: Durch einen Klick startest du den Vorgang.

Schritt 3: Bestätige die Sicherheitsabfrage.

Das war’s!

Wenn du alles inaktiven WordPress Themes gelöscht hast, sollte deine Übersicht nur noch das aktivierte Design zeigen.

WordPress Theme löschen: Erledigt!

Es gibt also wirklich keine Rechtfertigung dafür, zahlreiche inaktive Themes zu behalten und deiner Website einem erheblichen Sicherheitsrisiko auszusetzen, oder?

👍Tipp: Kommt bei dir eine Stagging-Umgebung zum Einsatz (egal, ob Plugin oder direkt über den Hoster) solltest du das Theme zunächst in dieser löschen, um später nicht vor Probleme gestellt zu werden.

3. Nach dem Löschen

Je aufwendiger und professioneller das gelöschte Theme war, desto mehr Spuren hat es unter Umständen in deiner WordPress Installation hinterlassen.

Folglich solltest du noch einige Punkte kontrollieren:

  • Lösche deinen Cache und überprüfe deine Website auf Funktionalität
  • Lösche Inhalte, die das Theme hinterlassen hat, beispielsweise:
    • Widgets
    • Menüs
    • Bilder
    • Dummy-Inhalte (z.B. benutzerdefinierte Beitragstypen)

4. Achtung: Hier lauern Fallen!

Nicht immer kann ein Theme bedenkenlos gelöscht werden.

Ganz im Gegenteil!

Es existieren auch Fallkonstellationen, die das Löschen eines WordPress Themes sogar verbieten.

4.1 Du verwendest ein Child Theme

Der Einsatz eines Child-Themes (auch untergeordnetes Theme genannt) kann sehr sinnvoll sein und ist grundsätzlich jedem Seitenbetreiber zu empfehlen.

Ein Kind (engl. Child) hat jedoch immer auch Eltern.

Ähnlich ist es auch bei WordPress Themes: Zu jedem Child-Theme existiert ein zugehöriges Parent-Theme (ein übergeordnetes Theme), das du auf keinen Fall löschen solltest!

Wird nämlich das Parent-Theme gelöscht, funktioniert auch das Child-Theme nicht mehr.

WordPress informiert dich darüber, ob dein aktiviertes Theme ein untergeordnetes Theme ist.

WordPress gibt dir einen Hinweis, ob es sich um ein Child Theme handelt.

Sollte das der Fall sein, musst du genau prüfen, welche Theme du löschen kannst und welche nicht.

Finger weg vom übergeordneten Theme!

4.2 Du verwendest einen Page Builder

Moderne Page Builder, die in den meisten Premium Themes bereits integriert sind, können einen tolle Sache sein.

Per Drag-and-drop lassen sich extrem professionelle Seiten erstellen.

Und das völlig ohne Programmierkenntnisse.

Diese Page Builder haben allerdings einen entscheidenden Nachteil: Entfernst du das Theme und entscheidest dich für die Verwendung eines anderen, sind alle Seiten, die du mit diesem Page Builder erstellt hast, unbrauchbar.

Im Falle des Page Builders des Divi Themes, welches ich verwende, würde das folgendermaßen aussehen.

Hier die Website, wie sie mit aktiviertem Divi Theme erscheint…

…und hier die identische Seite nach dem Löschen des Divi Themes und nach der Aktivierung eines anderen Themes.

Wer ein Premium Theme verwendet sollte sich also gut überlegen, ob das Theme so einfach gewechselt werden kann.

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Fragen? Dann stell sie doch gleich hier…

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